Mikrokredite für Solarprojekte

Wir haben 2017 begonnen, mithilfe der KIVA-Plattform unverzinste Mikrokredite an Solarprojekte in den ärmsten Ländern der Welt zu vergeben. So haben wir gemeinsam nicht nur die Energiewende in unserer Region und Deutschland umgesetzt, sondern außerdem die Wirkung von Solarenergie weltweit gestärkt.

Für die ersten 400 Haushalte, die sich mit unserem Heidelberger Bürgerstrom versorgt haben, haben wir einen Kredit in Höhe von jeweils 25 Dollar vergeben. Die Projekte haben meist Laufzeiten von wenigen Jahren. Die durch Rückzahlungen aus den Darlehen zurückgeflossenen Gelder haben wir bis 2025 in Form weiterer Kredite an neue Projekte verliehen. Eine Übersicht über alle von uns unterstützten Projekte finden Sie hier.

Über neun Jahre sind so über 3.000 Darlehen zusammengekommen – wir haben also mehr als 3.000 Menschen dabei unterstützt, mit Solarenergie ihr Leben zu verbessern. So multipliziert sich unsere Unterstützung der Energiewende weltweit. Die noch laufenden werden die nächsten Jahre an unsere Genossenschaft zurückbezahlt.

Unterstützt wurden wir bei der Vergabe und Verwaltung der Kredite von dem erfahrenen „Klimalotsen“ Erhard Renz. Denn die Auswahl zwischen mehreren Tausend Projekten ist nicht immer einfach. Unsere Bedingung, die Erhard stets für uns beachtete: Die HEG möchte Projekte unterstützen, die einen Bezug zu Solarenergie haben. Vielen Dank für dein Engagement, Erhard!

Erhard Renz (rechts) zusammen mit einer Gruppe motivierter Klimalotsen

KIVA – Die Plattform für Mikrokredite

Bei KIVA stellen sich konkrete Personen vor und erläutern, wofür sie einen Kredit benötigen. Beispielsweise möchte eine Frau in Kenia 50 Dollar nutzen, um eine Solarlampe zu erwerben und ihre Kerosinlampe abzuschaffen, die umwelt- sowie gesundheitsschädlich ist und deren Brennstoff extrem teuer ist.

Zusammen mit der Projektvorstellung gibt sie auch einen Rückzahlungsplan an – in der Regel werden die Kredite in wenigen Monaten zurückgezahlt, da sich die Neuanschaffungen schnell amortisieren. Dies zeigt deutlich, dass die Erneuerbaren Energien die günstigere Energieform sind. Dies wird teilweise nur noch immer davon verschleiert, dass fossile Brennstoffe derart subventioniert werden.

Unterstützt wird KIVA bei der Abwicklung der Kredite von sogenannten Field Partnern. Dies sind lokale, bankenähnliche Organisationen, die den Kontakt zu den Kreditnehmer:innen herstellen und den Geldtransfer organisieren (Bankautomaten gibt es in entlegenen Regionen Afrikas noch seltener als Strom). KIVA stellt sicher, dass die Field Partner ethische Kriterien einhalten und die Darlehen geordnet ablaufen. Die persönliche Zusammenarbeit mit den Field Partnern sorgt zudem für eine hohe Zahlungsmoral: Die Rückzahlungsquote der Mikrokredite liegt bei 97 %.


Das bewirken wir als Heidelberger Energiegenossenschaft

Erhard Renz hat es auf einer gemeinsamen Veranstaltung auf den Punkt gebracht: „Wir schenken Menschen Vertrauen und geben ihnen unser Geld, damit sie sich selbst mit Hilfe der Kraft der Sonne unabhängig machen können. Das allein ist schon Motivation genug – doch wir bekommen dieses Geld sogar wieder zurück und können damit weitere Menschen unterstützen.“

Für uns als Heidelberger Energiegenossenschaft ist Energiewende mehr als nur ein technologischer Wandel von fossil-nuklear befeuerten Großkraftwerken hin zu einer dezentralen und klimaschonenden Stromerzeugung durch Solar- und Windenergie: Die Energiewende ist eine große soziale Chance, die Welt gerechter zu machen und uns aus Abhängigkeiten zu befreien. Jedes unserer Mitglieder und alle, die sich mit unserem Bürgerstrom versorgen, tragen ihren Teil dazu bei. Vielen Dank dafür!

Die HEG spendet außerdem seit ihrer Gründung für jedes neue Mitglied ein Bäumchen an das Aufforstungsprojekt Heidelberger Wäldchen im brasilianischen Regenwald.

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