Der Bürgerentscheid am 12.07.2026 ging mit einem klaren Votum für die weitere Planung eines Bürgerwindparks auf dem Lammerskopf aus. 28.943 Heidelberger:innen und damit 2/3 der Wähler:innen haben mit „Ja“ gestimmt. Das notwendige Quorum von 20 % haben wir damit deutlich übertroffen. Wir freuen uns riesig über diesen Erfolg und das unmissverständliche Zeichen der Bürger:innen für die Energiewende und eine klimafreundliche Zukunft.
Ein Positiv-Signal für die Energiewende
Das Ergebnis der Bürgerentscheids ist ein echter Mutmacher und Meilenstein für die Energiewende in Heidelberg. Er zeigt: Eine starke Mehrheit will Verantwortung für die Zukunft übernehmen und sieht einen Windpark bei uns positiv. Allen Menschen, die mit ihrer „Ja“-Stimme gezeigt haben, dass sie die Energiewende bei uns befürworten, empfehlen wir, jetzt schon in Erneuerbare-Energien-Projekte in der Region zu investieren und Mitglied der HEG zu werden.
Übrigens hat Heidelberg mit dem Bürgerentscheid-Ergebnis einen Rekord erreicht: Bisher hat keine vergleichbar große Stadt eine so hohe Beteiligung und Zustimmung bei einem Bürgerentscheid zu Windkraft erzielt. Und auch in Neckargemünd war das Ergebnis des Bürgerentscheids zu einem Windrad auf deren Gemarkung positiv.
Das Bündnis „Windkraft für Heidelberg“
Dem Wahl-Sonntag ging eine aufregende Wahlkampf-Zeit voraus. Nicht nur den Wähler:innen gilt unser großer Dank, sondern auch den vielen, vielen Unterstützer:innen, die im Vorfeld – und unter zum Teil Extrembedingungen durch die Hitzewellen – wirklich Großes geleistet haben: egal, ob im Gespräch bei Info-Ständen, beim Haustürwahlkampf, beim Flyern, mit starken Worten bei verschiedenen Veranstaltungen oder mit jedem einzelnen Social-Media-Beitrag. Hier wurde aus Überzeugung viel Zeit und Kraft investiert – so sieht gelebte Demokratie aus.



Als Energiegenossenschaft ist klar in unserem Grundprinzip verankert, dass wir uns mit vereinten Kräften als Gemeinschaft für die Energiewende einsetzen und so viel erreichen und wirklich etwas bewegen können. Aber auch für uns war es eine besondere Erfahrung, Teil des Bündnisses „Windkraft für Heidelberg“ zu sein: Es war beeindruckend zu sehen, wie sich Organisationen, Politische Parteien und engagierte Einzelpersonen in kurzer Zeit koordiniert und eine erfolgreiche Kampagne auf die Beine gestellt haben; mit Flyern, Website, Veranstaltungen, Plakaten – eben allem, was zu einem Wahlkampf dazugehört.
Viel Wind um viel – Turbulente öffentliche Debatte
Natürlich gab es im Vorfeld des Bürgerentscheids viel Berichterstattung, Diskussion, öffentliche und private Auseinandersetzung, sowohl von der Befürworter- als auch von der Gegenseite sowie von der Stadt Heidelberg als neutraler Instanz. Einige Highlights aus der Berichterstattung haben wir in unserem Presse-Spiegel aufgeführt. Der Info-Abend, den die HEG am 22. Juni zur Frage „Warum wir einen Bürgerwindpark in Heidelberg brauchen“ am DAI ausgerichtet hat, war eine von zahlreichen Veranstaltungen, um den Bürger:innen eine gute Entscheidungsgrundlage für ihre Wahl zu bieten. Hier der Link zur Aufzeichnung der Kurzvorträge und der Podiumsdiskussion zum ‚Nachschauen‘.
Besonders anschaulich waren auch die Exkursionen zum Greiner Eck, bei denen die Teilnehmer:innen sich vor Ort ein Bild einer Windkraftanlage im Wald machen konnten. Micha Jost von der Energiegenossenschaft Starkenburg hat an mehreren Terminen den Teilnehmer:innen alle Fragen rund um die Windräder beantwortet und eine Begehung auch des Inneren der Anlage ermöglicht. Viele waren überrascht, wie spät man das Windrad erst sieht und hört und dass die Wege dorthin normale Forstwege und nicht geteert sind.



Wie geht es nun weiter?
Bis mit dem Bau von Windkraftanlagen begonnen werden kann, wird es noch dauern und sind noch weitere Hürden zu nehmen. Die Stadt Heidelberg hat zugesagt, die Änderung des Flächennutzungsplans anzugehen. Für das Konsortium bedeutet die positive Entscheidung der Bürger:innen, dass nun die Planung weitergehen kann und wir für die nächsten Genehmigungsschritte etwa weitere Naturschutzuntersuchungen auf den Weg bringen können. In Aussicht steht außerdem, dass auch der Projektbeirat noch dieses Jahr seine Arbeit wieder aufnehmen wird. Wir halten unsere Mitglieder sowie die interessierte Öffentlichkeit über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden. Eine Übersicht über die bisherigen Meilensteine in der Planung des Windparks am Lammerskopf gibt es hier.

